Scribas Tabelle

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Scribas Tabelle der verschreibungspflichtigen Arzneimittel und Medizinprodukte nach bundesrechtlichen Vorschriften 

Die Datenbank bietet eine umfassende Liste mit mehr als 2.700 verschreibungspflichtigen Wirkstoffen und Medizinprodukten. Damit deckt sie sowohl die Anwendung bei Menschen als auch bei Tieren ab. Für die praktische Verwendung sind die gängigen verschreibungspflichtigen Medikamente aufgeführt, und die jeweiligen Stoffe, die sie enthalten.  

  • INN-Name

  • gebräuchliche Synonyme

  • Kennzeichnung als BtM

  • ATC-Code

  • Monographieeintrag in DAB, HAB oder Ph. Eur.

  • Auswahl an Fertigarzneimitteln

  • Strukturformeln

  • Erläuterungen zu Änderungen in der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) und Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVVO).

  • Datum der Verschreibungspflicht oder Änderungsverordnung

Der Datenbankeintrag in der Scribas Tabelle zeigt alle zentralen Eigenschaften des verschreibungspflichtigen Medikaments, hier am Beispiel Fentanyl, auf einen Blick. Die Strukturübersicht bringt Sie schnell zu den benötigten Detailinformationen. Querverweise führen Sie zu Fertigarzneimitteln mit Fentanyl.
Der Datenbankeintrag in der Scribas Tabelle zeigt alle zentralen Eigenschaften des verschreibungspflichtigen Medikaments, hier am Beispiel Fentanyl, auf einen Blick. Die Strukturübersicht bringt Sie schnell zu den benötigten Detailinformationen. Querverweise führen Sie zu Fertigarzneimitteln mit Fentanyl.

Aktualisierung/Stand

  • Aktualisierungslieferung 119
  • Regelmäßige Updates analog zum Erscheinen des gedruckten Buchs

Scribas Tabelle

Anleitung/Erklärungen

Einleitung

Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln neu geordnet und in der Verordnung vom 21. Dezember 2005 (BGBl. I S. 3632) veröffentlicht. Ihr Werk befindet sich auf dem Stand der zuletzt am 19. Oktober 2022 (BGBl. I S. 1810)
durch Artikel 2 geänderten Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV). Frühere Verordnungen wurden ebenfalls eingearbeitet.

Scribas Tabelle der verschreibungspflichtigen Arzneimittel und Medizinprodukte wird von Apotheker:innen in Offizin, Industrie, Krankenhaus und Verwaltung sowie von weiteren an der Materie interessierten Personen geschätzt. Sie dient der schnellen, übersichtlichen und umfassenden Information über Arznei- und Hilfsstoffe sowie Medizinprodukte, die der Verschreibungspflicht unterliegen. Hierunter befinden sich auch verschreibungspflichtige Arzneistoffe, die bei lebensmittelliefernden Tieren angewendet werden. Scribas Tabelle enthält knapp 2800 verschreibungspflichtige Stoffe und Medizinprodukte und eine umfangreiche Auswahl der zugehörigen Fertigarzneimittel.

Rechtliche Grundlagen von Scribas Tabelle

knapp 2800 verschreibungspflichtige Stoffe und Medizinprodukte und eine umfangreiche
Auswahl der zugehörigen Fertigarzneimittel. Rechtliche Grundlagen von Scribas Tabelle Am 1. Januar 2006 entfiel der bisherige § 49 des Arzneimittelgesetzes (AMG) zur automatischen Verschreibungspflicht. Damit ist die Unterscheidung in dauerhaft verschreibungspflichtige
und vorerst für eine Dauer von fünf Jahren automatisch verschreibungspflichtige Stoffe hinfällig geworden. Seither sind alle Stoffe, die in die Anlage 1 der Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (AMVV) aufgenommen werden, bis auf Widerruf verschreibungspflichtig. Das umfasst Stoffe und deren Zubereitungen sowie Medizinprodukte,

  • die die Gesundheit des Menschen auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch unmittelbar oder mittelbar gefährden können, wenn sie ohne ärztliche oder zahnärztliche Überwachung angewendet werden, oder
  • die häufig in erheblichem Umfang nicht bestimmungsgemäß gebraucht werden, wenn dadurch die menschliche Gesundheit unmittelbar oder mittelbar gefährdet werden kann,
  • deren Wirkungen in der medizinischen Wissenschaft nicht allgemein bekannt sind.

Die Verschreibungspflicht kann auf bestimmte Dosen, Potenzen oder Anwendungsgebiete beschränkt werden. Änderungen bezüglich des Verordnungstextes und der Anlagen durch die Änderungsverordnungen zur AMVV finden Sie mit Erläuterungen vor dem eigentlichen Verordnungstext. Zu rechtlichen Fragen verweisen wir Sie auf „Kloesel/Cyran: Arzneimittelrecht; Kommentar“.

In der Anlage zur Verordnung sind viele Stoffe, die bisher als Einzelpositionen geführt wurden, unter Sammelbegriffen wie „Digitalis-Wirkstoffe“ zusammengefasst worden. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind diese Stoffe in Scribas Tabelle als Einzelpositionen erhalten geblieben und mit dem Hinweis „Kein Einzeleintrag, siehe auch Haupteintrag“ versehen worden. Bei den Sammelpositionen (= Haupteinträgen) wurden Hinweise auf die einzelnen Stoffe eingefügt.

Rechtliche Neuerungen in der AMVV und der BtMVV

Wir möchten an dieser Stelle auf die aktuellen Änderungen in der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) und der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) hinweisen, die zu inhaltlichen Anpassungen in der 118. Aktualisierungslieferung von Scribas Tabelle geführt haben.

Änderung der AMVV – Wegfall der Anlage 2

Die AMVV wurde zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung zur Änderung der Analgetika-Warnhinweis-Verordnung und der Arzneimittelverschreibungsverordnung vom 19. Oktober 2022 (BGBl. I S. 1810) geändert. Die Änderungen in der Analgetika-Warnhinweis-Verordnung sind in Artikel 1, die Änderungen in der AMVV in Artikel 2 aufgeführt (im Detail in der Bundesrat Drucksache 393/22 nachzulesen). Die Änderungen in der AMVV umfassen im Wesentlichen:

  • die Ergänzung der qualifizierten elektronischen Signatur bei elektronischen ärztlichen Verschreibungen im Zuge des E-Rezeptes,
  • die Aufhebung der Anlage 2 (§ 6).

Änderung der BtMVV – Abschaffung der Verschreibungshöchstmengen

Der Bundesrat hat am 10. Februar 2023 einer Änderung der BtMVV zugestimmt, wodurch die Höchstverschreibungsmengen für Betäubungsmittel (BtM) der Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) aufgehoben werden. Damit entfällt zukünftig auch der bisher notwendige Verordnungsvermerk „A“ auf BtM-Rezepten bei Überschreitungen der Höchstmenge. Um der Änderungsverordnung, die am 8. April 2023 in Kraft getreten ist, Rechnung zu tragen, wurde der Abschnitt „Betäubungsmittel nach BtMG und BtMVV“ ab der 118. Auflage von Scribas Tabelle vollständig gestrichen. 

Angaben zu den Stoffen und Medizinprodukten

In Scribas Tabelle werden, wenn verfügbar, folgende Informationen zu jedem Stoff angegeben:

  • Internationale Kurzbezeichnung (INN, INNv oder INNm)
  • die Angabe, ob es sich um ein Betäubungsmittel (Abkürzung: BtM im Titel) handelt und in welcher Anlage des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) es aufgeführt ist; nähere Informationen dazu finden sich auch in „Hügel, Junge, Lander, Winkler: Deutsches Betäubungsmittelrecht; Kommentar“
  • verschreibungspflichtig seit (Datum)
  • Verschreibungspflicht geändert zum (Datum)
  • Verordnung/en, die die Verschreibungspflicht regelt/en
  • Verweise auf andere Stoffeinträge
  • Bezeichnung nach § 10 Abs. 6 AMG (Stoffbezeichnungen) oder nach BtMG Anlagen II und III. Für die Bezeichnung von Stoffen sind nach AMG die internationalen Kurzbezeichnungen (INN, generische Bezeichnung) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu verwenden. Falls solche nicht vorhanden sind, werden gebräuchliche wissenschaftliche Bezeichnungen verwendet, wie sie an erster Stelle in den Stoffbezeichnungen
    vorgegeben sind, vorzugsweise die IUPAC-Nomenklatur. Seit 1987 werden die Stoffe im Verordnungstext nur noch mit ihrer Kurzbezeichnung aufgeführt.
  • Synonyma, vor allem, wenn sie sehr verbreitet sind
  • die ATC-Klassifikation der WHO in amtlicher Fassung des WIdO (ATC = anatomischtherapeutisch-chemisch)
  • in welchen Arzneibüchern (DAB, HAB, Ph. Eur.) der Stoff monografiert ist
  • in welcher Ausgabe der DAZ-Beilage „Neue Arzneimittel“ der Stoff beschrieben ist; das gilt jedoch nicht mehr für Stoffe, die ab dem 1. Januar 2023 der Verschreibungspflicht unterstellt werden (s. Abschnitt Neues Format für die „Neuen Arzneimittel“)
  • Anwendung, Verwendung, Stoffklasse
  • Fertigarzneimittel, in denen der Stoff enthalten ist, dies aber nur beispielhaft und in keiner Weise erschöpfend. Die Wiedergabe der Fertigarzneimittelnamen berechtigt auch ohne Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Warenschutzgesetzgebung als frei zu betrachten wären und von jedermann benutzt werden dürften.
  • Strukturformel

Anatomisch-therapeutisch-chemische Klassifizierung der WHO (ATC-Index)

Der ATC-Index ordnet Arzneistoffe nach anatomischen, therapeutischen und/oder chemischen Kriterien (z. B. Nervensystem, Betablocker, Migränemittel, Phenothiazine). Wenn möglich, ist in Scribas Tabelle für jeden Stoff der ATC-Code, eine Kombination aus Buchstaben und Ziffern, mit einer kurzen Erläuterung angegeben. Der ATC-Index, also das WHOKlassifikationssystem, ist mit den zugeordneten Arzneistoffen am Ende des Werks abgedruckt.

Neues Format für die „Neuen Arzneimittel“

Bisher lagen den Fachzeitschriften Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ) und Arzneimitteltherapie monatlich eine Beilage „Neue Arzneimittel“ bei, in der Sie sich über neu zugelassene Arzneimittel und deren Wirkstoffe informieren konnten. Bei den entsprechenden Stoffen in Scribas Tabelle ist unter der Rubrik „NA“ ein Hinweis auf die entsprechende Beilage aufgeführt. Falls Sie die Beilagen bisher gesammelt haben, können Sie sich an diesem Hinweis orientieren und schnell die jeweilige Beilage ausfindig machen.

Seit Januar 2023 finden Sie die umfassende Vorstellung und Einordnung der „Neuen Arzneimittel“ ausschließlich online unter www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/arzneimittel – natürlich in gewohnter Qualität, aber mit zusätzlichen Informationen! Lediglich das Format hat sich geändert: Zeitgemäß papierlos, aktueller sowie angepasst auf die Wünsche unserer Leser:innen. Alle erschienenen Ausgaben der Beilage „Neue Arzneimittel“ ab dem Jahr 2000 finden Sie ebenfalls online im Archiv von DAZ.online.

Abkürzungen und Zeichenerklärungen

AB Arzneibuch
AMG Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz)
Aminosäuren  
 
Alanin Ala A
Arginin Arg R
Asparagin Asn N
Asparaginsäure Asp D
Cystein Cys C
Glutamin Gln Q
Glutaminsäure Glu E
Glycin Gly G
Histidin His H
Isoleucin Ile I
Leucin Leu L
Lysin Lys K
Methionin Met M
Phenylalanin Phe F
Prolin Pro P
Serin Ser S
Threonin Thr T
Tryptophan Trp W
Tyrosin Tyr Y
Valin Val V

 

AM Fertigarzneimittel
AMIce Arzneimittelinformationssystem des BfArM

AMK

Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker
AML Akute myeloische Leukämie
AMVerkRV Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel
AMVV Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung)
ANW Anwendung oder Verwendung oder Stoffklasse
ApBetrO Verordnung über den Betrieb von Apotheken (Apothekenbetriebsordnung)
ApoG Gesetz über das Apothekenwesen (Apothekengesetz)
ASK Arzneimittel-Stoffkatalog
ATC Anatomisch-therapeutisch-chemische Klassifizierung
BAN British Approved Name
BAnz Bundesanzeiger
BESI Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
BfArM Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
BGBl. Bundesgesetzblatt
BtM Betäubungsmittel
BtMG Betäubungsmittelgesetz
BtMVV Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung
BZ Bezeichnung nach der Stoffbezeichnung in AMIce
CAD Cold Agglutinin Disease, Kälteagglutininkrankheit
CHP Chinesische Pharmakopöe
CML Chronisch myeloische Leukämie
CU Colitis ulcerosa
D Deutschland
DAB Deutsches Arzneibuch
DAZ Deutsche Apotheker Zeitung
DCF Dénomination Commune Française, franz. Schreibweise v. Arzneimittelnamen
DmMV Dopingmittel-Mengen-Verordnung
FORTA-Liste Fit fOR The Aged, Kategorien A (unverzichtbar) bis D (meiden)

GB

Großbritannien
GIP Glukoseabhängiges insulinotropes Peptid
GLP-1 Glucagon-like Peptide-1
HAB Homöopathisches Arzneibuch
HER2 Humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor
HIN Hinweise und Querverweise

HIV

 

Humanes Immundefizienz-Virus
5-HT 5-Hydroxytryptamin, Serotonin
ICU Intensive Care Unit; ICU-Wirkstoffliste 200 %: ICU-Wirkstoffe, deren Bedarf wg. Beh. v. COVID-19-Patienten b. Vollauslastung d. vorhandenen Intensiv-Kapazitäten (bis auf maximal 200 %) erhöht ist gegenüber d. Normalbedarf (Vergleichsjahr 2019) auf Intensivstationen, insb. in schnellfreisetzender, invasiver u. bronchopulmonaler Anwendung
INN International Non-proprietary Name (Internationale Kurzbezeichnung)
INNm modifizierte Internationale Kurzbezeichnung
NNv vorgeschlagene Internationale Kurzbezeichnung
IPA Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
IUPAC International Union for Pure and Applied Chemistry
MDR

Medical Device Regulation (EU-Verordnung für Medizinprodukte, trat am 25.05.2017 offiziell in Kraft, seit 26.05.2021 verpflichtend anzuwenden)

MPAV

Verordnung zur Regelung der Abgabe von Medizinprodukten (Medizinprodukte-Abgabeverordnung, gültig bis 25.05.2021, ersetzt durch MDR)

NA

„Neue Arzneimittel“, Beilage zur Deutschender Deutsche Apotheker Zeitung und zu Arzneimitteltherapie; seit Januar 2023 nur noch online verfügbar auf DAZ.online

PD-1 Programmed Cell Death Protein 1
PEI Paul-Ehrlich-Institut
Ph. Eur. Pharmacopoea Europaea (Europäisches Arzneibuch)
PRISCUS-Liste Liste von Wirkstoffen, die für ältere Menschen potenziell ungeeignet sind; priscus (lateinisch: alt, altehrwürdig)
PUMA Paediatric Use Marketing Authorisation
RKI Robert Koch-Institut
SSRI Selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitor
SYN Synonyme
USA Vereinigte Staaten von Amerika
USAN United States Adopted Names Council
USP United States Pharmacopoeia
WADA World Anti-Doping Agency
WHO World Health Organization (Weltgesundheitsorganisation)
WIdO Wissenschaftliches Institut der AOK
XPO1 Exportin 1

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