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Scribas Tabelle der verschreibungspflichtigen Arzneimittel und Medizinprodukte nach bundesrechtlichen Vorschriften 

Die Datenbank informiert schnell, übersichtlich und umfassend über mehr als 2700 Wirkstoffe und Medizinprodukte zur Anwendung bei Mensch und/oder Tier, die der Verschreibungspflicht unterliegen.

  • Datum der Verschreibungspflicht oder Änderungsverordnung
  • INN-Name
  • gebräuchliche Synonyme
  • Kennzeichnung als BtM
  • ATC-Code
  • Monographie in DAB, HAB oder Ph. Eur.
  • Links zur Datenbank "Neu eingeführte Arzneimittel"
  • Auswahl an Fertigarzneimitteln
  • Strukturformeln
  • Erläuterungen zu Änderungen in der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) und Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVVO).

Daten in deutscher Sprache.

Aktualisierung/Stand

fortlaufende Aktualisierung

Allgemeines

Einleitung

Das Bundesministerium für Gesundheit hat die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln neu geordnet und in der Verordnung vom 21. Dezember 2005 veröffentlicht. Ihr Werk befindet sich auf dem Stand des Artikels 1 der Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung, der Apothekenbetriebsordnung und der Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel vom 21.10.2020 (BGBl. I 2020 S. 2260). Frühere Verordnungen wurden ebenfalls eingearbeitet.

Scribas Tabelle der verschreibungspflichtigen Arzneimittel und Medizinprodukte wird von Apothekern in Offizin, Industrie, Krankenhaus und Verwaltung sowie von weiteren an der Materie interessierten Personen geschätzt. Sie dient der schnellen, übersichtlichen und umfassenden Information über Arznei- und Hilfsstoffe sowie Medizinprodukte, die der Verschreibungspflicht unterliegen. Hierunter befinden sich auch sämtliche Stoffe, die in Tierarzneimitteln verwendet werden und der Verschreibungspflicht unterliegen. Scribas Tabelle enthält mehr als 2700 verschreibungspflichtige Stoffe und Medizinprodukte und eine umfangreiche Auswahl der zugehörigen Fertigarzneimittel.

Rechtliche Grundlagen von Scribas Tabelle

Am 1. Januar 2006 entfiel der bisherige § 49 des Arzneimittelgesetzes (AMG) zur automatischen Verschreibungspflicht. Damit ist die Unterscheidung in dauerhaft verschreibungspflichtige und vorerst für eine Dauer von fünf Jahren automatisch verschreibungspflichtige Stoffe hinfällig geworden. Seither sind alle Stoffe, die in die Anlagen zur „Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln“ aufgenommen werden, bis auf Widerruf verschreibungspflichtig. Das umfasst Stoffe und deren Zubereitungen sowie Medizinprodukte,

  • die die Gesundheit von Mensch oder Tier auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch unmittelbar oder mittelbar gefährden können, wenn sie ohne ärztliche, zahnärztliche oder tierärztliche Überwachung angewendet werden oder
  • die häufig in erheblichem Umfang nicht bestimmungsgemäß gebraucht werden, wenn dadurch die Gesundheit von Mensch oder Tier auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch unmittelbar oder mittelbar gefährdet werden kann oder
  • die in der medizinischen Wissenschaft nicht allgemein bekannte Wirkungen haben.

Die Verschreibungspflicht kann auf bestimmte Dosen, Potenzen oder Anwendungsgebiete beschränkt werden. Änderungen bezüglich des Verordnungstextes und der Anlagen durch die Änderungsverordnungen zur AMVV finden Sie mit Erläuterungen vor dem eigentlichen Verordnungstext. Zu rechtlichen Fragen verweisen wir Sie auf „Kloesel/Cyran: Arzneimittelrecht; Kommentar“).

Angaben zu den Stoffen und Medizinprodukten

In Scribas Tabelle werden, wenn verfügbar, folgende Informationen zu jedem Stoff angegeben:

  • Internationale Kurzbezeichnung (INN, INNv oder INNm)
  • die Angabe, ob es sich um ein Betäubungsmittel (Abkürzung: BtM im Titel) handelt und in welcher Anlage des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) es aufgeführt ist; nähere Informationen dazu finden sich auch in „Hügel, Junge, Lander, Winkler: Deutsches Betäubungsmittelrecht; Kommentar“
  • verschreibungspflichtig seit (Datum)
  • Verschreibungspflicht geändert zum (Datum)
  • Verordnung/en, die die Verschreibungspflicht regelt/en
  • Verweise auf andere Stoffeinträge
  • Bezeichnung nach § 10 Abs. 6 AMG (Stoffbezeichnungen) oder nach BtMG Anlagen II und III. Für die Bezeichnung von Stoffen sind nach AMG die internationalen Kurzbezeichnungen (INN, generische Bezeichnung) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu verwenden. Falls solche nicht vorhanden sind, werden gebräuchliche wissenschaftliche Bezeichnungen verwendet, wie sie an erster Stelle in den Stoffbezeichnungen vorgegeben sind, vorzugsweise die IUPAC-Nomenklatur. Seit 1987 werden die Stoffe im Verordnungstext nur noch mit ihrer Kurzbezeichnung aufgeführt.
  • Synonyma, vor allem, wenn sie sehr verbreitet sind
  • die ATC-Klassifikation der WHO in amtlicher Fassung des WIdO (ATC = anatomischtherapeutisch-chemisch)
  • in welchen deutschen Arzneibüchern (DAB, HAB, Ph. Eur.) der Stoff monographiert ist
  • in welcher Ausgabe der DAZ-Beilage „Neue Arzneimittel“ der Stoff beschrieben ist
  • Anwendung, Verwendung, Stoffklasse
  • Fertigarzneimittel, in denen der Stoff enthalten ist, dies aber nur beispielhaft und in keiner Weise erschöpfend. Die Wiedergabe der Fertigarzneimittelnamen berechtigt auch ohne Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Warenschutzgesetzgebung als frei zu betrachten wären und von jedermann benutzt werden dürften.
  • Strukturformel

Anatomisch-therapeutisch-chemische Klassifizierung der WHO (ATC-Index)

Der ATC-Index ordnet Arzneistoffe nach anatomischen, therapeutischen und/oder chemischen Kriterien (z.B. Nervensystem, Betablocker, Migränemittel, Phenothiazine). Wenn möglich, ist in Scribas Tabelle für jeden Stoff der ATC-Code, eine Kombination aus Buchstaben und Ziffern, mit einer kurzen Erläuterung angegeben. Der ATC-Index, also das WHOKlassifikationssystem, ist mit den zugeordneten Arzneistoffen am Ende des Werks abgedruckt.

Abkürzungen und Zeichenerklärungen

AB Arzneibuch
AMG Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (Arzneimittelgesetz)
Aminosäuren  
 
Alanin Ala A
Arginin Arg R
Asparagin Asn N
Asparaginsäure Asp D
Cystein Cys C
Glutamin Gln Q
Glutaminsäure Glu E
Glycin Gly G
Histidin His H
Isoleucin Ile I
Leucin Leu L
Lysin Lys K
Methionin Met M
Phenylalanin Phe F
Prolin Pro P
Serin Ser S
Threonin Thr T
Tryptophan Trp W
Tyrosin Tyr Y
Valin Val V

 

AM Fertigarzneimittel
AMIS Arzneimittelinformationssystem des Bundes
AMK Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker
AMVerkRV Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel
AMVV Verordnung über die Verschreibungspflicht von Arzneimitteln (Arzneimittelverschreibungsverordnung)
ANW Anwendung oder Verwendung oder Stoffklasse
ApBetrO Verordnung über den Betrieb von Apotheken (Apothekenbetriebsordnung)
ApoG Gesetz über das Apothekenwesen (Apothekengesetz)
ASK Arzneimittel-Stoffkatalog
ATC Anatomisch-therapeutisch-chemische Klassifizierung
BAN British Approved Name
BESI Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
BfArM Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
BGBl. Bundesgesetzblatt
BtM Betäubungsmittel
BtMG Betäubungsmittelgesetz
BtMVV Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung
BZ Bezeichnung nach Stoffbezeichnungen in AMIS
CHP Chinesische Pharmakopöe
DAB Deutsches Arzneibuch
DAZ Deutsche Apotheker Zeitung
HAB Homöopathisches Arzneibuch
HIN Hinweise und Querverweise
ICU Intensive Care Unit; ICU-Wirkstoffliste 200%: ICU-Wirkstoffe, deren Bedarf wg. Beh. v. COVID-19-Patienten b. Vollauslastung d. vorhandenen Intensiv-Kapazitäten (bis auf maximal 200%) erhöht ist gegenüber d. Normalbedarf (Vergleichsjahr 2019) auf Intensivstationen, insb. in schnellfreisetzender, invasiver u. bronchopulmonaler Anwendung
INN International Non-proprietary Name (Internationale Kurzbezeichnung)
INNm INN modified (modifizierte Internationale Kurzbezeichnung)
NNv vorgeschlagene Internationale Kurzbezeichnung
IPA Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
IUPAC International Union for Pure and Applied Chemistry
MPAV Verordnung zur Regelung der Abgabe von Medizinprodukten (Medizinprodukte-
Abgabeverordnung)
NA „Neue Arzneimittel“, Beilage zur Deutschen Apotheker Zeitung und zu Arzneimitteltherapie
PEI Paul-Ehrlich-Institut
Ph. Eur. Pharmacopoea Europaea (Europäisches Arzneibuch)
PRISCUS-Liste Liste von Wirkstoffen, die für ältere Menschen potenziell ungeeignet sind; priscus (lateinisch: alt, altehrwürdig)
PUMA Paediatric Use Marketing Authorisation
RKI Robert-Koch-Institut
SYN Synonyme
USAN United States Adopted Names Council
USP United States Pharmacopoeia
WADA World Anti-Doping Agency
WHO Weltgesundheitsorganisation
WIdO Wissenschaftliches Institut der AOK